Saisonaler Haarausfall: Warum fallen im Frühling und Herbst mehr Haare aus?
Saisonaler Haarausfall, auch als saisonales Shedding bekannt, ist ein häufiges und in den meisten Fällen völlig natürliches Phänomen, das nicht auf eine dauerhafte Ausdünnung hinweist. Wie viele Menschen beobachten, kann es während der Übergangszeiten des Jahres – insbesondere im Frühling und im Herbst – den Eindruck geben, dass die Haare „mehr ausfallen“.
Der biologische Mechanismus hinter dem saisonalen Haarausfall besteht darin, dass das Haar verschiedene Phasen durchläuft: Wachstum, Ruhe und Ausfall. In bestimmten Jahreszeiten kann eine größere Anzahl von Haaren gleichzeitig in die Ruhephase (Telogenphase) übergehen und anschließend ausfallen, was den Eindruck eines verstärkten Haarausfalls vermittelt.
Saisonaler Haarausfall tritt in der Regel dann auf, wenn sich Umweltbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Tageslichtdauer verändern – Faktoren, die den Haarwachstumszyklus beeinflussen.

Was ist saisonaler Haarausfall?
Während dieser Jahreszeiten bemerken viele Menschen mehr Haare auf der Bürste, im Abfluss der Dusche oder auf dem Kopfkissen. Diese Zunahme des Haarausfalls weist nicht zwangsläufig auf eine zugrunde liegende pathologische Ursache hin; es handelt sich in der Regel um ein vorübergehendes Phänomen, das sich nach einigen Wochen bis wenigen Monaten von selbst zurückbildet.
Tatsächlich stellt diese Phase lediglich den Abschnitt dar, in dem Haare, die gleichzeitig in die Ruhephase eingetreten sind, ihren Zyklus abschließen und ausfallen, bevor in denselben Follikeln neues Haarwachstum beginnt.
Wie sich saisonaler Haarausfall von anderen Formen des Haarausfalls unterscheidet
Ursachen des saisonalen Haarausfalls

Praktische Maßnahmen zur Reduzierung von saisonalem Haarausfall
Obwohl saisonaler Haarausfall in der Regel vorübergehend ist, gibt es einfache Maßnahmen, die helfen können, seine Intensität zu reduzieren und die allgemeine Haargesundheit zu unterstützen. Eine ausgewogene Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere in den Übergangszeiten des Jahres.
Eine ausreichende Zufuhr von Proteinen, Eisen und Vitaminen – über Lebensmittel wie grünes Blattgemüse, Nüsse und hochwertige Proteinquellen – hilft dem Körper, die Haarfollikel optimal zu versorgen. Ebenso wichtig ist eine schonende Haarpflege.
Das Vermeiden übermäßiger Hitze, aggressiver chemischer Behandlungen und sehr häufigen Waschens reduziert Schäden und Haarbruch. Sanftes Bürsten und die Verwendung milder, sulfatfreier Shampoos tragen dazu bei, die Kopfhaut gesund zu halten.
Stress beeinflusst den Haarwachstumszyklus direkt. Aktivitäten wie leichte körperliche Bewegung, Yoga oder Meditation können dem Körper helfen, im Gleichgewicht zu bleiben, und so die Wahrscheinlichkeit von verstärktem Haarausfall verringern.
Schließlich ist Sonnenschutz nicht nur für die Haut, sondern auch für das Haar wichtig. Bei längerer Sonneneinstrahlung kann das Tragen eines Hutes oder die Verwendung eines Leave-in-Produkts mit UV-Filtern den Haarschaft vor Schäden schützen und ihn weniger anfällig für Ausfall machen.

